Wie sicher ist mein Geld?

Angesichts der anhaltenden Finanzkrise, die in ihren Auswirkungen fast jeden betrifft, fragen sich immer mehr Menschen, wie sicher ihr Geld noch ist. Dieser Beitrag soll über deutsche Absicherungsnetze Aufschluss geben.

In Deutschland existieren freiwillige und eine gesetzliche Einlagensicherung. Unter Einlagensicherung versteht man im Allgemeinen Sicherungsmaßnahmen, die die Einlagen (Bankguthaben) von Kunden gegen eine mögliche Insolvenz ihres Kreditinstituts absichern. Zur Einlagensicherung gehören Spar- und Sichteinlagen:

  • Sparkonten
  • Girokonten
  • Tagesgeldkonten
  • Festgeldkonten

Gesetzliche Einlagensicherung

Jede in Deutschland ansässige Bank muss in die gesetzliche Einlagensicherung einzahlen. Dies betrifft auch Banken, die nur eine Niederlassung in Deutschland betreiben. Über die gesetzliche Einlagensicherung sind pro Kunde maximal 20.000 Euro abgesichert.

Freiwillige Einlagensicherung

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung haben die meisten Banken noch eigene Absicherungssysteme, die über die Forderung des Staates hinausgehen. Fast alle Banken (98 %) zahlen in eine freiwillige Einlagensicherung, einen Fonds, ein. Kommt es zu einem Entschädigungsfall, werden die Kundengelder durch den Fonds zurückgezahlt.

Wie stark ein Kunde durch diesen Fonds abgesichert ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Jede Mitgliedsbank hat eine Sicherungsgrenze, bis zu der die Einlagen des einzelnen Kunden geschützt werden. Diese Sicherungsgrenze entspricht 30 % des haftenden Eigenkapitals der Bank. Aufgrund der Tatsache, dass das Mindeskapital einer Bank in Deutschland 5 Mio. € beträgt, sind also mindestens 1,5 Mio € pro Kunde abgesichert.

Die Sicherungsgrenzen der einzelnen Banken können im Internet abgerufen werden.

Sonderfall Sparkassen und Volks- und Reiffeisenbanken

Sparkassen und Reiffeisenbanken besitzen den sogenannten Institutsschutz, d.h. sie sichern sich wechselseitig ab. Durch diese Absicherung sind 100 % der Kundeneinlagen geschützt.

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