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Ratgeber Internetrecherchen

Wer etwas wissen will, guckt heute meistens nicht mehr in Bücher, sondern in das Internet. Doch es sollte nicht ohne Verstand recherchiert werden. Dieser Ratgeber soll Sie anregen, sich bei den nächsten Recherchen ein paar Gedanken über ihre Quellen zu machen.

Suchmaschinen gegen die Informationsflut

Das World Wide Web mit seinen unzähligen Informationen hat viele Vorteile, dennoch einen entscheidenden Nachteil: Die Informationsfülle. Täte man als Mensch den Versuch, sich allen Informationen gegenüberzustellen, würde man wohl in einer Informationsflut versinken. Aus diesem Grund spielen Suchmaschinen bei der Beschafftung und Auswahl von Informationen eine zentrale Rolle.

Eine Suchmaschine durchsucht angemeldete Seiten mit Hilfe eines Algorithmus, einem Rechenverfahren, das die Informationen bewertet und ihr so eine Position in der Ergebnisliste zuordnet. Aber Achtung: Die Suchmaschine findet nur angemeldete Web-Seiten und entscheidet maschinell über die Qualität einer Information. Die in der Ergebnisliste zuerst angezeigte Information muss also nicht zwangsläufig auch die qualitativ hochwertigste sein.

Da die erfolgreichsten Suchmaschinen von Unternehmen angeboten werden, können bestimmte Informationen auch vorenthalten werden. So sind Fälle bekannt geworden, in denen Suchmaschinenanbieter auf politischen Druck hin, Informationen bewusst zensiert haben. Die Suchmaschinenbetreiber verhindern so, von einem Markt ausgeschlossen zu werden. Die Tatsache sei von jedem selbst zu bewerten, aber man sollte sie im Hinterkopf behalten: Letztendlich entscheiden Unternehmen über die Güte einer Information!

Wikipedia - freies Wissen versus Qualität

Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist seit längerer Zeit auf dem Vormarsch, gibt es doch kaum ein Schülerreferat mehr, dass sich nicht der Wikipedia als Quelle bedient. Der Erfolg Wikipedias beruht darauf, dass jeder Mensch sein Wissen zur Verfügung stellen darf oder schon vorhandenes Wissen verändern kann. Wikipedia ist immer dann besonders nützlich, wenn es darum geht, einen Überblick zu bekommen. Außerdem ist Wikipedia im Vergleich zu anderen Enzyklopädien in puncto Aktualität Vorreiter!

Die Tatsache, dass jeder an der Wikipedia mitwirken kann, birgt aber das Risiko der Meinungsmache. Besonders bei politischen Themen ist Vorsicht geboten. In der Vergangenheit wurden Inhalte zu diese Themen mehrfach Opfer von fanatischen Internetnutzern.

Wenn Sie Wikipedia für Ihre Recherchen benutzen, sollten Sie Ergebnisse mit Ergebnissen anderer Web-Seiten vergleichen. So vermeiden Sie in vielen Fällen eine halbseitige Darstellung.

bpb.de - die Bundeszentrale für politische Bildung

Fundiertes und gut aufbereites Wissen zu politischen und historischen Themen findet man auf http://www.bpb.de/. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums des Innern (BMI). Sie soll nach ihrem Selbstverständnis ein Verständnis für politische Sachverhalte fördern und somit die Demokratie festigen. Außerdem möchte sie zur politischen Mitarbeit motivieren.

Die bpb verfügt nicht nur über ein reichhaltiges Online-Angebot, sondern ist auch Herausgeber verschiedener Publikationen (Bücher, Broschüren, CDs et cetera).

Schnelllebigkeit des Internet

Das Internet befindet sich in ständiger Bewegung. Jeden Tag kommen mehr Websites hinzu, doch einige verschwinden auch. Manchmal gehen Internetangebote offline, die man gerne zum Recherchieren benutzt hat. In diesem Fall sollte man nicht gleich das Handtuch werfen, sondern http://www.archive.org besuchen. Das Internet Archive ist ein amerikanisches, gemeinnütziges Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Internetinhalte zu archivieren. Manche Informationen können so doch noch wiedergefunden werden. Man sollte sich auf diesem Wege gefundene Informationen in jedem Fall abspeichern.

Die Website des Internet Archive ist in jedem Fall ein Besuch wert, wenn man sich die Anfänge des Internets zu Gemüte führen möchte. Man sieht sehr schön, wie sich beispielsweise die IBM-Website in den vergangenen Jahren verändert hat.

Quellenangaben nicht vergessen!

Auch wenn es nicht immer gefordert ist, sollte man sich Quellenangaben notieren. Zum einen stellt man so besser dar, was eigene und was fremde Meinung ist. Zum anderen gibt man anderen so die Möglichkeit etwas nachzuschauen. Allerdings sollte immer ein Stand der Website angegeben werden. Was am Tage x noch verfügbar war, muss nicht auch am Tage y noch existent sein. Eine Internetquelle kann wie folgt gemacht werden:

  • http://www.xyz.de/ordner_1/thema_xyz/inhalt_xyz.html (Stand: XX.XX.XXXX)

Bitte immer die kompletten Pfade (URLs), auch wenn diese sehr lang sein können, angeben. "www.xyz.de" als Quellenangabe ist nicht hilfreich!

Verwandter Ratgeber

Wenn Sie sich für das Thema "Referate halten" interessieren, sollten Sie hier klicken.

 

Eingestellt am: 07.02.2008

Von: E-Learning-Team

Aufrufe: 2130

ID: 6exqmf1fru

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